• Firma Mayerbrugger

Alles eine Frage der Neigung

Das Flachdach erlebt in den letzten Jahren einen wahren Trend. Viele moderne Bauten spielen mit geraden Linien und kompakter Bauweise. Das Flachdach ist oft die perfekte Ergänzung zur modernen Architektur. Doch auch das Steildach ist nie wirklich aus der Mode gekommen und kommt in einer unglaublichen Vielfalt daher. Dach ist nicht gleich Dach – und Steildach ist nicht gleich Steildach!

Die Urform des Daches ist auch heute noch beliebt: Ein Satteldach verpasst modernen Bauten einen schönen Rahmen.


Wann gilt ein Dach als steil?


Alles eine Frage der Neigung! Die Dachneigung wir in Grad angegeben - so können Dächer schon einmal grob vorkategorisiert werden. Flach geneigte Dächer haben eine Neigung bis zu 20 Grad. Alles darüber wird als Steildach bezeichnet.


Im Privatbereich sind vor allem Pultdächer, Satteldächer und Walmdächer beliebt. Satteldächer stellen dabei wohl die Urform des Daches dar und können symmetrisch oder auch asymmetrisch – also mit einer kürzeren und einer längeren Dachseite konstruiert sein. Das Pultdach hingegen könnte man als halbes Satteldach bezeichnen – das Wasser kann also nur zu einer Seite hin abrinnen. Das Walmdach hat keine Giebelmauer, sondern besteht aus zwei trapezförmigen Dachflächen und zwei dreieckigen Walmdachflächen.

Steildächer in unterschiedlichen Formen


Sogenannte Sheddächer werden hauptsächlich im industriellen Bereich gebaut. Es werden mehrere pult- oder satteldachartigen Dachaufbauten hintereinander gereiht, sodass die Dachform optisch an Sägezähne erinnert.


Eine Besonderheit, die man hauptsächlich bei ländlichen Höfen und Ställen findet, ist der sogenannte Kärntner Schopf. Dabei handelt es sich um ein Krüppelwalmdach (die Walmdachflächen sind kürzer und bedecken nicht den gesamten Giebel), bei dem der kleine Walm offen ist und so die Luft unter dem First zirkulieren kann. Der Kärntner Schopf hat im ländlichen Bereich Tradition und wird auch heute noch oft aus optischen Gründen gewählt.


Regionale Trends lassen sich an Dachneigungen und Dachüberständen erkennen. So findet man in bestimmten Regionen oft vorwiegend eine bestimmte Dachform und Neigung. So ist beispielsweise das Walmdach in Südtirol sehr verbreitet.

Basierend auf der Entscheidung für ein Flach- oder Steildach, gilt es auch die Konstruktion des Dachstuhls bzw. das Material für die Dacheindeckung zu wählen. Grundsätzlich sind alle Dachvarianten des Steildachs als Kalt- oder Warmdachausführung möglich. Üblich ist es aber, das Steildach als Kaltdach zu konstruieren.

Auch was das Eindeckmaterial angeht, sind dem Hausbesitzer keinerlei Grenzen gesezt. Egal ob Faserzement, Ziegel, Blech, Bitumen, Folie oder sogar Stroh und Holz – sofern die Unterkonstruktion auf die Eindeckung angepasst ist, kann jeder Wunsch in die Tat umgesetzt werden.


Oft werden Dächer auch als Hybrid geplant und vereinen verschiedene Formen und Neigungen buchstäblich „unter einem Dach“.


Welche Dachneigung ist die richtige?


Die Dachneigung ist oft eine optische Frage. Je nach Wunsch und unter Berücksichtigung der Gebäudemaße beraten Sie die Experten von Mayerbrugger gerne. Die Erfahrung zeigt, dass je steiler das Dach ausfällt, desto länger ist in der Regel auch die Lebensdauer. Auch der durch den Dachraum gewonnene Wohnraum könnte die Entscheidung für die Dachform und -neigung beeinflussen. Grundstückspreise steigen und Bauflächen werden knapp. Nicht selten fließt der Wunsch nach zusätzlichem Wohnraum auch bei Dachsanierungen in die Entscheidung mit ein.


Herzlichst,

Das Team von Dach-Mayerbrugger