• Firma Mayerbrugger

Kein Platz? Kein Problem!

Wenn Kinder größer werden und mehr Platz brauchen, das Home Office zur längerfristigen Lösung wird oder auch das Hobby endlich einen eigenen Raum bekommen soll, muss man nicht immer sofort an Umzug denken! Ein Neubau ist aus finanzieller Sicht und auch aus ökologischer Sicht nicht die beste Wahl. Manchmal lässt die Bebauungsdichte oder die Größe des Grundstückes keine Erweiterung der Bebauungsfläche zu. Schon einmal daran gedacht in die Höhe, statt in die Breite zu bauen?

Durch den Ausbau von Dachböden können durch mehr Raumhöhe sogar noch geräumigere Flächen entstehen! Copyright: Dmitry Zvolskiy


Ausbau statt Anbau


Einsame Dachböden können zu neuen Lieblingsplätzen werden – wenn man weiß wie! Viele Hausbesitzer nutzen ihren Dachboden als Rumpelkammer und verschenken wertvollen Platz. Der Ausbau des Dachbodens ist meist um ein Vielfaches günstiger als der Zubau zum Bestand – ganz egal, ob man an einen Ziegel- oder Holzanbau denkt. Dazu kommt, dass man bei einem Anbau auch Gartenfläche einbüßt. Aus ökologischer Sicht ist es auch vorteilhaft für den zusätzlichen Wohnraum keine neuen Flächen versiegeln zu müssen. Professionell ausgeführt gibt es durch den Dachausbau auch weniger Energieverlust als durch einen Zubau.


Eignungstest durch den Fachmann


Ob sich der Dachboden für einen Ausbau eignet, lässt man am Besten vom Fachmann beurteilen. Zum einen spielt hier der Zustand des Dachstuhls eine Rolle. Von Schimmel oder Schädlingen befallene Dachstühle sollten nicht mehr zu Wohnraum umgebaut werden.

Copyright: Attic Gea


Auch ist zu prüfen, ob das Gebälk die Last von Dämmstoffen und Innenausbau tragen kann. Weiters sollte auch die Dachneigung in Relation zu Höhe des Fußbodens und zum Kniestock bewertet werden. Es ist sinnvoll eine Raumhöhe von mindestens 2,30 Meter zu erreichen. Sollte der Ausbau aufgrund dieser Überprüfungen nicht in Frage kommen, können die Eigenheimbesitzer immer noch über eine Dachaufstockung nachdenken.


Aufbau statt Ausbau


Sollten die räumlichen Gegebenheiten des Dachbodens nicht ausreichen, kann man die nutzbare Fläche durch die Veränderung der Dachform vergrößern. Es wäre möglich, ein Flachdach durch ein Steildach zu ersetzen, um hier ein neues und nutzbares Dachgeschoss zu erschaffen. Diese Variante bezeichnet zwar noch keine „Aufstockung“, kann allerdings den Wohnraum beachtlich vergrößern.



Eine Dachaufstockung kann durch eine Kniestockerhöhung erreicht werden. Der Kniestock ist dabei die Außenwand der Traufseite eines Daches. Die Kniestockhöhe definiert den nutzbaren Dachraum maßgeblich. Reicht die Dachschräge des Steildachs beispielsweise bis zur Geschoßdecke hinunter, bietet der Dachraum keine geraden Wände und die Nutzung des Raumes ist sehr eingeschränkt. Für eine Aufstockung wird das Dach abgetragen oder im Ganzen abgehoben und nach dem Aufbau des Kniestockes wieder aufgebracht. Natürlich ist es auch möglich, ein komplett neues Dach auf den erhöhten Kniestock aufzubauen. Man könnte den Flächengewinn maximieren, indem man zur Kniestockerhöhung noch den Neigungswinkel der Dachflächen erhöht.


Viel häufiger wird eine Aufstockung mit einem neuen Geschoss durchgeführt. Das Wohnhaus wird hierbei um eine komplette Etage erweitert. Nun entsteht neuer Wohnraum, der die übliche Raumhöhe erfüllt und ohne Schrägen bestmöglich genutzt werden kann. Falls es die Statik und das Baurecht zulassen, können auch mehrere Etagen aufgestockt werden. Was das Dach anbelangt, kann man entweder das alte Dach wieder rekonstruieren oder auch ein neues Dach aufbauen. Wer nicht die gesamte Geschossfläche braucht, kann noch einen neuen Outdoor-Bereich schaffen.

Das neue Geschoss wird nur auf einem Teil des Altbaudaches errichtet und darüber hinaus kann eine praktische Dachterrasse entstehen.


Herzlichst,

das Team von Dach-Mayerbrugger